Corona Isolation Ironically, but true

Video Artist Irena Paskali
By Evdokia Michailidou
30. Oktober 2020

Ironically, but true. Als erste Frage: Wie sehen wir uns…? Zweitens: Welche Formen der Auseinandersetzung, innerhalb eines inneren Zirkels und dem Außen, außerhalb von uns, in der Begrenzung durch Distanz, werden begehbar? Welche Spuren bleiben in der Begehung des Inneren und welchen Raum erfassen die damit erbrachten Spuren über unsere Verfasstheit in verinnerlichten subjektbezogenen Vorstellungen? Distanz und Außenwelt betrachten sich hier in einem Diskurs zu unserem Sein und werden belegbar durch die Auseinandersetzung, die wir als spurenhafte Annahme in unserer Welt hinterlassen. Die Videokünstlerin Irena Paskali inspiziert diese Linien und Pfade der Wahrnehmung, in denen sie uns einen Blick gewährt in ihre innere Betrachtungswelt und ihre Anschauung. So lässt sie uns den Wahrheitsgehalt von Ironie ergründen und die inneren Momente der Außenwelt erforschen. In ihrem Video: ironically, but true… bespricht sie vorbehaltlos innere strukturelle Vorgänge, emotionale Verkettungen und Imaginationen, in denen sie die Außenwelt offenbar und unmittelbar entstehen lässt. Sie eröffnet die Sicht und die Annahme auf Sinnhaftigkeit von realen Mutmaßungen und klärt darin die Betrachtung, die wir in der vollkommenen Isolierung, in der Begrenzung des Öffentlichen als Einheit in unserem Sein erleben. Durch Kausalketten entschlüsselt sich ihr Monolog über Vorgänge, Handlungen, Aktion. Psychisch ist die Welt in ihrer Erscheinung…. ironisch verwandelt sich ihre Methode ins Reale. Diese Welt ist es, die ihre Wahrheit als wirkliche Welt entfaltet, – als Erlebnis- und Gefühlsstruktur, – als Blick auf die entglittene Vorstellung. Die Möglichkeit sich an die innere Erscheinung mit den Mitteln der Betrachtung ins Subjekthafte zu wagen und die Wirklichkeit als Schauspiel zu erfassen, wird durch die Sinnhaftigkeit der realen Ironie, die zur erlebten Wahrheit geworden ist, enthüllt. Währenddessen ist die Distanz der mittelnde Punkt. Ein Drehpunkt. Von ihm aus erschließt sich die psychische Welt. Sie zeigt sich offen und mittelbar, umrundet, geöffnet, – schließt sie sich. Der Radius umrandet den ehemals offenen Raum und bietet Schutz, die Begrenzung erscheint zunächst selbstgewählt…doch schon im nächsten Augenblick, – erkennbare Spanne, Zwischenraum, Abstandsvermutungen, gesetzte Limits. Die real erlebte Isolation ist eine von außen gesetzte Welt, die uns die Schranken des Zirkels vorhält – ironisch, aber wahr. Sie erscheint uns als ehemals fiktionale Welt, nun verwandelt in ein reales Muster. Und – sie ist gegenwärtig und wirklich. Wir erleben uns in ihr als begrenzte Subjekte im öffentlichen Raum, der uns außenhaft isoliert. Die damit einhergehende Limitierung ist ertragbar, doch rücksichtslos. Der Ausweg erschließt sich dann wieder durch die Begehung. Als Spur durch die vereinzelten Wege, durch die isolierten Pfade der Wahrnehmung des Subjekts, das uns als Einzelne/n zeigt und als inneres Wesen. So bleibt sie ein innerer Monolog, der uns nur durch sich noch diese offene Möglichkeit von Freiheit lässt.

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