Visage Regime
Make Faces Great Again

My Body Is Not Your Brand
Über das Recht, kein Ideal zu sein

Ausgehend vom hyperfeminisierten Schönheitsideal rund um das „Mar-a-Lago Face“ (benannt nach
Mar-a-Lago in Palm Beach) untersucht die Performance die Verschränkung von Schönheit,
Jugendlichkeit und das während der Präsidentschaft von Donald Trump popularisierte „Mar-a-Lago
Face“ als ästhetische Regierungsform. In Anlehnung an Diskurse der Gouvernementalität erscheint
das Gesicht als politisches Interface: als Schnittstelle zwischen neoliberaler Selbstoptimierung,
konservativer Weiblichkeitsnorm und medialer Sichtbarkeit. Der Körper wird zur Bühne. Im Zentrum
steht das sogenannte „Mar-a-Lago Face“ – ein hyperfeminisiertes, chirurgisch optimiertes
Erscheinungsbild, benannt nach Trumps Privatresidenz Mar-a-Lago in Palm Beach. Dieses Gesicht ist
weniger individuelle Entscheidung als vielmehr Chiffre: Es verkörpert ein normiertes Ideal aus
Jugendlichkeit, Kontrolle, Wohlstand und performativer Loyalität.
In der Performance werden zwischen Make-up-Ritual und sprachlicher Intervention, Fragmente aus
imaginären Debatten um körperliche Selbstbestimmung und normative Ideale als Sound Poetry
realisiert, die in die Komposition eingesprochen wurden.

Performance: Daria Iuriichuk
Idee, Text, Kostüm: evdokia michailidou
Komposition: Isabelle Finou

27. Juni 2026

18.30 Uhr

 

LABOR Projektgalerie, Ebertplatz KÖLN

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Daria Iurriichuk, Make Faces Great Again, 2026

 

 

 

Foto: Daria Iuriichuk

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