Monthly Archives: Januar 2025

Momente in der Zwischenzeit – Ingrun Schnitzler

Momente in der Zwischenzeit –  Ingrun Schnitzler –   Über  Ortlosigkeit und Anschauung und die Natürliche Empfindung     Die großformatigen Ölbilder tauchen uns ein in eine Welt, die phantastisch erscheint und bildliche allegorische Verwandlungen kreiert. Doch ist sie zugleich so real, wie es die natürlichen Begebenheiten und Gegenstände in ihr erahnen lassen. Sie mäandern zwischen Welten der Vorstellungskraft und der natürlichen realen Welt der Natur und der natürlichen Umgebung. Diese Zwischenräume, diese différence zwischen den Welten, beschreiben eine Zwischenzeit. So sind die Bilder von Ingrun Schnitzler Formate in einer Zeit, die es eigentlich nicht gibt und können doch im Hier, im Diesseits angedeutet und verortet werden. Sie öffnen den Blick für das Zeitlose, – das Unvorhersehbare und Offene.  Denn die Wesen und surrealen Gestalten ihrer Anschauung, erhalten wohl ihr Dasein aus unserer Vergangenheit,  einer zeitlichen und kreatürlichen Vorzeitigkeit unserer Welt. Dadurch erscheint die Abwesenheit zeitlicher Festlegung als intermittierendes Moment in ihnen. Ein Gedanke der Freiheit schwebt darüber.  Die freien Arbeiten wählen das Erdige und das Natürliche, so sind sie damit in eine Absprache zwischen Existenz und Liebe getreten. Sie scheinen so, durch die angedeuteten Figuren, die Bestimmtheit von Sein und Wesenheit, von Leben und Verlauf zu erfinden. Die Motive erleben sich konsequent im kreatürlichen Prozess und zeigen Segmente von stiller Beobachtung der Wesen und Dinge dieses Planeten. Sie beschreiben die Anschauung und ihre Begriffe in ihren Wesenhaften Bestimmungen. Die existenzielle Bestimmtheit dieser Fabelwesen dringt ins Innere unseres menschlichen Seins, die Bewegung eröffnet ihre Haltung – als Moment von Bedachtheit, – und von stiller Ruhe. In den Bildern ist diese Zeitlosigkeit […]

Über die Schönheit des Abgründigen und die Hintergründigkeit des
Phantastischen
Die Bildwelten der Malerin Andrea Lehmann

Über die Schönheit des Abgründigen und die Hintergründigkeit desPhantastischen Die Bildwelten der Malerin Andrea Lehmann     Was wäre eine Phantasie ohne die Allegorien des Abgründigen anzuschauen und die Fanaleder Widerspenstigen zu setzen? Wie entstehen phantastische Seinsweisen sonst, als auch mitRücksichtnahme auf irreale und sonderbare Wunder… die einen erahnen lassen, dass derAbgrund nahe ist… und doch die Gewissheit übrig lassen, man verweile im Schutz der realenWelt, von Dämonen und Wesenheiten verschont… In Andrea Lehmans Werken tauchendiese Gestalten und Anschauungsformen der phantastischen Wesen und surrealenTraumwelten in Sequenzen auf. Es sind eindringliche innere Bilder, die den Blick richten aufdie Wesenheiten der mythischen Welt und zugleich öffnen sie einen Blick auf dieAnschauung von realen und alltäglichen Erzählungen der Gegenwart. Die Verbindungsweltender alten und neuen Zeit erscheinen sodann als hintergründige Vorstellung und geben denmythischen Wesenheiten Raum und Substanz, aus denen sich dann menschlicheManifestationen wie Emotion und Aberglaube zu den realen Seinsweisen unserer Weltdestillieren. Dadurch entstehen Welten, die mit Ihrer Schönheit und Ausstattung, denBetrachter in die tiefen Schichten menschlicher Vorstellungskraft begleiten und ihm diephantastischen Erscheinungen der Zwischenwelten als Spiegelbild seines inneren Selbst zurSeite stellen.Die Vorstellungen, die sich manifest und eigentümlich argonautisch, – feen- und zugleichsagenhaft, in Andrea Lehmanns Bildern entfalten, zeigen in den Figuren und Geschöpfen desphantastischen Realismus auf abgründige und zugleich wundersame Weise das Erleben vonreal gewordenen Stimmungen. Die Alte Welt erlebt sich in ihnen selbst und mit ihr derBetrachter im Bild und in realistischen manifesten Wirklichkeiten. Es ist fast so, – als taucheman ein in die unbewusste alte Welt der Verfänglichkeit, die sich als Substrat hinter demAbbild manifestiert hat. Sie zeigt uns vordergründig […]

SUSPECT

WANDTARCHIVE   Ausstellung und Lesung Texte auf Papier: evdokia michailidou 2. – 9. November 2024   Gast Lesung: DAS DJO & BO KOLLEKTIV   Wandtarchive   Neubrückstr. 8Düsseldorf   Suspect erforscht die Verwandlungen und Metamorphosen von Begegnungen, in denen Identität, Geschlecht und Wahrnehmung ständig fluide sind. Ausgehend von gendertheoretischen Perspektiven wird die Instabilität von Kategorien sichtbar: Körper, Rollen und Beziehungsdynamiken lösen sich auf, verschieben sich, verdoppeln sich – und eröffnen Räume für neue Formen des Miteinanders. In der Malerei der Ausstellung manifestiert sich das Suspekte in schemenhaften Schattenwesen. Sie sind nicht eindeutig greifbar, weder vollständig sichtbar noch ganz verborgen, und verweben sich mit den Bildräumen zu ambivalenten Figuren. So werden Verwandlung und Ambivalenz sinnlich erfahrbar, und das Suspekte tritt als permanenter Zwischenzustand zwischen Bekanntem und Unheimlichem in Erscheinung. Suspect, oil on canvas, evdokia michailidou, 2020

Jahresendausstellung 2024

07. 12. 2024 – 03. 01. 2025 16:00 – 20:00 LABOR Ebertplatz präsentiert: LABOR Jahresendausstellung 2024 Rückschau / Vorschau / Editionen Gruppenausstellung mit FELI & PEPITA, Angie Hiesl + Roland Kaiser Hagen Keller, Christof Klute, Ute Langanky, Evdokia Michailidou, Gerd Mies, Ana Motjér & Oliver Schneider, Michael Nowottny, Mathias Schäfer, Una Sörgel & Axel Fabry, Andreas Treutinger Eröffnung: Samstag, den 07.12.2024 ab 17 Uhr Ausstellung: 07.12.2024 – 03.01.2025 Finnissage: 03.01.2025 ab 19 Uhr Öffnungszeiten: täglich 16 – 20 Uhr und nach Vereinbarung / Zugang über den Infopoint

decoy

Decoy   10.09.204-14.09.2024, 10 Uhr-17 Uhr | Ausstellung | Eintritt frei Do. 12.09.2024, 19:30 Uhr, Performative LesungFr. 13.09.2024, 19:30 Uhr, Live-Musik & Food-PerformanceSa. 14.09.2024, 19:30 Uhr, Performance & Klangkunst   Ausstellung und Performative Lesung Begleitet wird die Ausstellung durch Performance-Lesungen und Live-MusicDie Austellung decoy setzt sich mit dem Thema Täuschung auseinander undbeleuchtet dessen vielschichtige Aspekte. In einer Zeit, in der Fake News, digitaleManipulationen und gezielte Desinformation allgegenwärtig sind, ist es vongrößter Relevanz, sich mit dem Thema Täuschung auseinanderzusetzen.Täuschung beeinflusst unsere Wahrnehmung, unser Vertrauen und letztlich auchunsere Entscheidungsfindung.Indem wir die Mechanismen der Täuschung verstehen und hinterfragen, könnenwir uns besser gegen deren negative Auswirkungen wappnen und einbewussteres, kritisches Denken fördern.     Über die ausstellenden Künstler:innen: Nikolas Müller, Medienkünstler und bildender Künstler, zeigt Malerei undAquarelle. Hagen Keller, Bildhauer und Performance-Künstler, zeigt Bühnenbild und Skulptur. Georgy Ponomarenkos Arbeiten finden Bezug zu realen Personen des öffentlichenLebens oder fiktiven Charakteren aus der Zivilbevölkerung, die auf ihre eigene Artund Weise in den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine involviert sindoder waren. Über die Performance-Künstler:innen: Alexandra Pyatkova, eine Berliner Künstlerin performt, nach einer Klangkunst-Komposition von Jan Arlt. Im Zusammenspiel mit den Objekten von Hagen Kellerentsteht eine performative Theaterinszenierung, die jene Welt der Täuschungversinnbildlicht. Mittel sind Facetten von Poesie und Bewegung. Ingrun Schnitzler und Jan Henin, PerformanceKünstler:innen aus Köln und Düsseldorf, zeigen eine Perormance mit dem Thema Foods and Früchten. Isabelle Finou, Künstlerin und Performerin wird am Samstag ein Set elektronischerKlangkunst spielen.   Barrierefreiheit:Gehbehinderung / Rollstuhl Produktion: Evdokia MichailidouMit Alexandra Pyatkova, Nikolas Müller, Hagen Keller & Georgy Ponomarenkos & Ingrund Schnkitzler & Jan Henin &Isabelle Finou | Dichtung: Evdokia […]

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